Vier Jugendliche studieren auf einer Bühne eine Choreografie ein.

Kunst- und Kulturschaffende fördern.

Kunst und Kultur haben ihre Preise

Junge Kreative haben es nicht leicht. Damit die reiche Kunst- und Kulturlandschaft Berlins erhalten bleibt und weiter gedeiht, bedarf es kreativen Nachwuchses. Dessen Schaffenskraft unterstützt GASAG im Rahmen mehrerer Wettbewerbe, die einzigartige künstlerische und kulturelle Leistungen honorieren.

Wer als Künstlerin oder Künstler am Anfang seiner Karriere steht, sieht sich der großen Aufgabe gegenüber, sein Schaffen bekannt zu machen. Damit diese Talente nicht verloren gehen, fördern wir mehrere Kulturpreise. Durch die Nominierung oder den Gewinn erreichen die jungen Künstlerinnen und Künstler größere Bekanntheit – und erhalten eine Bestätigung für ihr künstlerisches Talent.

GRIPS + GASAG Autor:innenpreis

Drei Personen in durchsichtiger Schutzkleidung sitzen auf einer Bühne bei blauem Licht, umgeben von glitzernden Materialien und Requisiten.

Das GRIPS Theater am Berliner Hansaplatz begann bereits in den 1960er-Jahren mit einem realistischen Theater für Kinder und gilt heute als das berühmteste Kinder- und Jugendtheater der Welt. GRIPS-Stücke wurden mehr als 1.800 Mal in über 50 Ländern aller Erdteile nachinszeniert.

Das GRIPS verdankt seinen Ruf ebenso seinen zu Klassikern gewordenen Kinderstücken wie „Ein Fest bei Papadakis“ oder „Max und Milli“ wie auch seinen Kultstücken für Erwachsene, „Linie 1“, „Ab heute heißt du Sara“ oder auch „Eine linke Geschichte“ – Theaterstücke, die teilweise seit über zwanzig Jahren auf dem Programm des Hauses stehen.

GASAG und GRIPS verbindet seit 2005 eine langjährige, vertrauensvolle Sponsoring-Partnerschaft. Nach mehr als 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit starten wir 2026 in eine neue Ära: Der GRIPS + GASAG Autor:innenpreis ist der Wettbewerb zur Entwicklung neuer Kinderstücke, hervorgegangen aus dem früheren Berliner Kindertheaterpreis.

Theater, das junge Menschen ernst nimmt

Gemeinsam zeichnen GASAG und das GRIPS Theater Berlin zeitgenössische Theatertexte aus, die junge Perspektiven ernst nehmen und gesellschaftliche Themen mutig verhandeln. So tragen wir zur Weiterentwicklung eines kindgerechten und dennoch anspruchsvollen Theaters bei.

Sponsoring bedeutet für GASAG aber nicht nur, Geld zu geben – wir bringen unser Know-how in die Arbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Kunst und Kultur ein. Ausgezeichnete Autorinnen und Autoren werden finanziell gefördert und beim Schreiben für Kinder und Jugendliche von Theater-Profis kontinuierlich begleitet.

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Jubiläumsgala im Mai 2025

Tag Tag tag

2025 feierte der bisherige Berliner Kindertheaterpreis seinen 20. Geburtstag. In zehn Ausgaben des Wettbewerbs konnten wir 40 Autorinnen und Autoren für das Schreiben für Kinder und Jugendliche begeistern und nachhaltig fördern.

Mit einer Jubiläumsgala im GRIPS Theater am 07. Mai 2025 feierten GRIPS und GASAG die beim Kindertheaterpreis entstandenen Geschichten, ihre Autorinnen, Autoren und das junge Publikum.

Fünf Autorinnen und Autoren der letzten zwei Jahrzehnte waren eingeladen, jeweils ein Minidrama zu der Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ zu entwickeln. Im Rahmen der Gala feierten unter anderem Stücke von Tamara Bach, Andreas Jungwirth und Reihaneh Youzbashi Dizaji Premiere auf der berühmten Bühne am Hansaplatz.

GASAG Kunstpreis

Tag Tag Tag

Seit 1997 unterstützen wir junge bildende Künstlerinnen und Künstler, die in Berlin arbeiten, mit Preisen und Aufträgen. Mit dem GASAG Kunstpreis zeichnen wir alle zwei Jahre eine Nachwuchskünstlerin oder einen Nachwuchskünstler mit Berlinbezug aus.

Nachdem der GASAG Kunstpreis mit der Hochschule der Künste Berlin entwickelt wurde, wurde er in den ersten fünf Jahren an insgesamt 12 Meisterschülerinnen und -schüler der HdK verliehen. In Kooperation mit der Kunstfabrik am Flutgraben e. V. wurde er zu einem gesamtberliner Nachwuchsförderpreis im Bereich Bildende Kunst – und hat sich in der Berliner Kunst- und Kulturlandschaft einen festen Platz erobert.

In Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie, dem Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, wurde der GASAG Kunstpreis weiterentwickelt. Heute ist der GASAG Kunstpreis eine Auszeichnung für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler mit Berlinbezug, deren Arbeiten sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft bewegen.

Preisträgerin 2026: Jeewi Lee

Die Künstlerin Jeewi Lee steht mit verschränkten Armen in einem Atelier vor gerahmten Kunstwerken und Skulpturen auf einem Arbeitstisch.

Die von GASAG initiierte Auszeichnung wird im im Rahmen der Berlin Art Week im September 2026 zum achten Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. 2026 erhält die 1987 im südkoreanischen Seoul geborene Jeewi Lee die Auszeichnung.

Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung den zugleich wissenschaftlich präzisen wie poetisch konzeptuellen Umgang mit ihren Materialien und Themen, den sie in ihren Werken konsequent ausbaut und weiterentwickelt. Die Preisträgerin arbeitet in ihrer künstlerischen Praxis mit ortsspezifischen Installationen, Skulpturen, Bildserien und Interventionen.

In ihren Werken verwendet sie oft einfache, scheinbar wertlose Materialien und Artefakte, in die sich Zeit, Erinnerung und Vergänglichkeit als Spuren eingeschriebenen haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung. In ihr verschmelzen wissenschaftliche Materialanalysen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten.

Preisträgerin 2024: Mariechen Danz

Portrait Mariechen Danz

Die von GASAG initiierte Auszeichnung wurde im September 2024 zum siebten Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Für das Jahr 2024 erhielt die 1980 im irischen Dublin geborene Mariechen Danz die Auszeichnung.

Die Preisträgerin befasst sich in ihrer künstlerischen Praxis mit Methoden und Modellen menschlicher Erkenntnis. In raumgreifenden Installationen und Performances, oft in Zusammenarbeit mit anderen Künstler und Künstlerinnen, Musiker und Musikerinnen, kombiniert Mariechen Danz klassische wissenschaftliche Systeme der Aneignung und Beschreibung von Welt mit subjektiven, alternativen und magischen Denkweisen.

Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung ist der fragmentierte Körper des Menschen, dessen Organe, Körperfunktionen und Wahrnehmungsprozesse modellhaft neue Wege der Erschließung, des Austauschs und der Notation von Wissen, Wahrheit und Geschichte beschreiben.

Preisträger 2020: Marc Bauer

Portrait Marc Bauer

Die von GASAG initiierte Auszeichnung wurde im September 2020 zum sechsten Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Im Jahr 2020 erhielt der 1975 in Genf (Schweiz) geborene Marc Bauer die Auszeichnung.

Marc Bauer entwickelt auf der Basis intensiver Recherchen raumgreifende, komplexe Installationen ausgehend vom Medium der Zeichnung. Mit Stift und Radiergummi bearbeitet der Künstler Themen wie Migration, Identität und Gender, Kritik der neuen Medien oder die Verbindung von Religion und Gewalt. Bilder auszuradieren und Spuren der Auslöschung einzubinden, sind Teil des zeichnerischen Prozesses.

Arbeiten auf Papier erweitert der Künstler in seinen Installationen um große gezeichnete Wandbilder, animierte Zeichnungen und Filme. So entsteht eine suggestive, einem erweiterten Verständnis von Wissenschaft verbundene Dramaturgie aus historischen Ereignissen und Geschichten, Fakten und Fiktionen, Bild- und Wort-Elementen, die für unterschiedliche Interpretationen offen bleibt.

Preisträger 2018: Julian Charrière

Portrait Julian Charrière

Im Jahr 2028 entschied sich die Jury für den 1987 in der französischen Schweiz geborenen und in Berlin tätigen Künstler Julian Charrière.

Charrières Werk befasst sich mit der Wechselwirkung von Mensch und Natur unter der Einbeziehung von Wissenschaft und Philosophie. Die Jury überzeugte die Ernsthaftigkeit und Stringenz, mit der Charrière als noch junger Künstler seinen Weg geht.

In seinen zahlreichen Projekten sucht Charrière nicht nur den Austausch mit international operierenden Wissenschaftsinstitutionen. Es gelingen ihm zugleich künstlerisch überzeugende Lösungen, die komplexen Inhalte in eine schlüssige Dramaturgie und immer auch intuitiv erfassbare Bildsprache zu übersetzen.

Berliner Opernpreis

Die Neuköllner Oper in der Karl-Marx-Straße ist Berlins kreativstes Musiktheater – besagt ein Gutachten über die Berliner Privattheater im Auftrag des Berliner Senats und bestätigen mit Sicherheit alle Gäste der vergangenen Jahre.

Die Bühne strahlt weit über den Bezirk hinaus mit humorvoll und kreativ inszenierten Volksopern, Opern-Ausgrabungen, satirischen Adaptionen, musikdramatischen Experimenten und lebensnahen Musicals. Als „vierte Opernbühne der Stadt“ ist die Neuköllner Oper heute unverzichtbar.

Wettbewerb für Nachwuchskomponistinnen und -komponisten

Die Neuköllner Oper und uns verbindet eine über ein Jahrzehnt andauernde enge Partnerschaft. In dieser gemeinsamen Kooperation hat das Schauspielhaus das Konzept eines Wettbewerbs entwickelt, der junge Komponistinnen und Komponisten zur Vertonung eines musiktheatralischen Werkes mit sozialer Relevanz anregt.

Der von GASAG gestiftete Preis wird seit 1997 alle zwei Jahre verliehen. Die Anforderungen lauten: Die Stücke müssen undogmatisch sein und einen kreativen Umgang mit Musik für die Bühne beweisen. Der Nachwuchspreis ist mit einem Produktionsstipendium von bis zu 10.000 Euro je Preisträgerin oder Preisträger sowie einer Aufführungsserie von bis zu zehn Aufführungen dotiert und offen für alle Genres des Musiktheaters, einschließlich des Musicals.

Ihr Kontakt

Birgit Jammes, Referentin Sponsoring, trägt ein rotes Oberteil und schaut links an der Kamera vorbei

Birgit Jammes

Referentin Partnerschaften und gesellschaftliches Engagement